Glöckners Modell zur kognitiven Umstrukturierung

Der neue therapeutische Ansatz wurde 2015 erstmals auf den Mitteldeutschen Psychiatrietagen in Leipzig vorgestellt und veröffentlicht. Er basiert auf der Annahme, dass Stimmung und Verhalten eines Menschen durch eigene kognitive Strategiepläne bestimmt werden. Wenn man sich in einer traurigen Stimmung befindet, scheint es kaum möglich, nur auf Anraten anderer Menschen einen positiven Gedankengang zu haben und motiviert in die Zukunft zu blicken. Das Glöckner Modell stellt eine glaubhafte kognitive Technik dar, welche sprachengerecht individuell und strukturiert anwendbar wäre, um das Grübeln aus dem Denken herauszunehmen und die Aufmerksamkeit zu steigern. Das zugehörige Strategiegefüge heißt „Wortomics®“ und besteht aus einem standardisierten Zwei-Satz-Format. Unter Verwendung verbaler und adjektivaler Antonyme kann – glaubhaft in der traurigen Grundstimmung – ein positiver Gedanke formuliert werden. Die im Alltag geführten Gespräche mit anderen Personen, sowie die Wahrnehmung eigener Gedanken und Verhaltensweisen können durch regelmäßige Analyse auf negative Kognitionen und entsprechende kognitive Umstrukturierung sinnvoll für eine Neuordnung klarer Zielstellung, für eine Veränderung der selektiven Aufmerksamkeit mit zielorientierter Kommunikation und für eine Fehlervermeidung in der nächsten alltagsrelevanten Situation genutzt werden. Ebenso können Rigidität im Denken verhindert, sowie Denkinhalte detaillierter und effektiver ins Bewusstsein gebracht werden. Durch diese Aspekte ergeben sich größere gedankliche und praktische Handlungsspielräume auf der individuellen Intelligenzgrundlage. Neue und sich ergänzende Ideen können dann zu einer Steigerung der persönlichen Entwicklungsfähigkeit führen, wodurch psychosoziale Stabilität erlangt werden kann.
 

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